Alexander-von-Humboldt Gymnasium Werdau
Profile: künstlerisch und naturwissenschaftlich

Geschichte

Besuch vom Theater

Ein Menschenrecht für Anne

Genau am 09. November, jenem Tag, an dem vor 80 Jahren in Deutschland die Pogromnacht begann, besuchte uns das Tourneetheater „Scheselong“ aus Berlin.
Das Stück: „Ein Menschenrecht für Anne“ erzählt in 24 Bildern die Geschichte der Anne Frank und ihrer Familie. Die 8.Klassen unserer Schule erlebten in unserer zum Spielort umfunktionierten Aula, wie zwei Mädchen einen Koffer entdecken, in dem sich zahlreiche Dinge und das Tagebuch von Anne Frank befinden. Es beginnt eine Metamorphose, bei welcher die Mädchen in Annes Erzählungen schlüpfen und die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart zunehmend verwischen.
Diese Vergegenwärtigung des historischen Geschehens löste bei den Schülern ein hohes Maß an Betroffenheit und den Wunsch zur Diskussion aus, die im Anschluss durch die Akteure ermöglicht wurde. Die sehr berührende Kombination aus Geschichte, Literatur und Theater bot für die künftigen Jugendlichen ein Erlebnis, das auch bei der Orientierung in ihrer heutigen Lebenswelt helfen kann.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 17. Dezember 2018 06:48

Stadtrallye zur Industrialisierung

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Werdau im Wandel Industrialisierung


In diesem Jahr mussten die achten Klassen herausfordernde Aufgaben bewältigen. Wie die Tradition unseres Gymnasiums besagt, musste dabei eine Stadtrallye absolviert werden. Schon die letzten Jahre fand diese Rallye im Bereich der Sprachen statt. Das Thema dieses Mal? Die Industrialisierung Werdaus, unserer Heimatstadt!
Die verschiedenen Stationen, die in ganz Werdau verteilt waren, wurden von der zehnten Klasse betreut. Dort mussten sich die Schüler knifflige Geschichtsaufgaben lösen und ihr Fachwissen unter Beweis stellen. Eisenbahnen, Rathäuser und Schulen Werdaus, Wohn- und Lebensverhältnisse der damals industriellen Epoche – das sind nur einige Themen, die beackert wurden. Das neu erlangte Wissen wurde dann zu Zeitungsartikeln zusammengefasst, wobei die Schüler bei dieser abschließenden Aufgabe tatkräftige Unterstützung von den Zehntklässlern erhielten. Sinn und Zweck der ganzen Veranstaltung? Die Schüler konnten so auch mal außerhalb des Klassenzimmers das historische Werdau auf praktische Weise besser kennenlernen und gleichzeitig ihr Geschichtswissen aufbessern.
Eine gute Idee, finden wir, denn so wurde auch mal auf spielerisch-pädagogische Art und Weise „geforscht“!

Mymy und Luisa (Klasse 10/1)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 27. Juni 2018 13:33

Geschichte zum Anfassen

Wie lebten die Menschen im Mittelalter wirklich?

Wie schwer war eine Ritterrüstung?

Was war die tägliche Arbeit der Frauen?

Und...wie lief eigentlich so ein Schwertkampf ab?

 

Anders als sonst kamen zur Beantwortung dieser Fragen in der 6/1 am 19.3. 2018 keine Bücher oder Dokumentationen zum Einsatz, sondern echte Nachbauten mittelalterlicher Rüstung, Scheren oder Kleidung.

Unser Gast war Frau Corinna Bärmann aus Berlin, die lange im Museumsdorf Ukranenland (auch bekannt unter dem Namen: Historische Werkstätten Torgelow) gearbeitet hat und dort wie eine Frau im Mittelalter kochte (nämlich über offenem Feuer!), nähte (mit großen unhandlichen Holznadeln!) und schlief (auf Strohballen!) .

In Kleingruppen durften die Schülerinnen und Schüler mittelalterliche Kleidung anprobieren, überlegen wie man eine Fibel verschließen musste oder wozu man eine Gugel auf dem Kopf benötigte.

Ferner schnitten sie mit mittelalterlichen Scheren Papier und verglichen deren Beschaffenheit mit modernen Messern und Scheren. Auch Grundlagen in der Lederverarbeitung und den Umgang mit Nadel und Faden wurden der 6/1 gezeigt.

Am meisten hat allerdings das Kettenhemd fasziniert. 

 Die Kinder durften das Kettenhemd anfassen, hochheben und anschließend das Gewicht schätzen. Danach wurde es gewogen. Wer Lust hatte, konnte das 23 kg schwere , hochmittelalterliche Kettenhemd anprobieren und es mit der (ebenfalls schweren) Kettenhaube und einem (noch schwereren) Ritterhelm kombinieren. 

Die Schülerinnen und Schüler bekamen somit eine ungefähre Vorstellung davon, was ein Ritter an Gewicht im Kampf mit sich herum trug.

Am Ende bekamen sie noch eine Einführung in die verschiedenen Stich - und Hiebtechniken des mittelalterlichen Schwertkampfes vorgeführt.  

Diese Geschichtsstunde wird von allen in guter Erinnerung behalten werden.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 04. Mai 2018 11:47

Projekt "Opfer politischer Gewalt in der DDR"

„Das lässt einen nicht mehr los. Opfer politischer Gewalt erinnern sich.“


Im Rahmen eines Schulprojektes des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fanden sich die Schüler der 10. Klassen am 7.11. 2017 zu einer besonderen Geschichtsstunde in der Aula ein.
Vor dem Hintergrund der eigenen, schwierigen Biografie in DDR ermöglichten die Referenten Wolfram Tschiche und Utz Rachowski den Jugendlichen eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Strukturen, die die Großeltern und Eltern der heute 16-Jährigen geprägt haben.
Sowohl Wolfram Tschiche als auch Utz Rachowski waren schon früh aufgrund ihrer oppositionellen Haltung mit der Staatssicherheit der DDR in Berührung gekommen und mussten Repressalien erleiden. So schilderte Utz Rachowski, wie die ironisch-provokanten Texte eines Jugendlichen zu Verhören, Verrat im Freundeskreis, Verhaftung und schließlich zur Ausweisung in die BRD führten.
Die Offenheit, mit der beiden über ihre traumatischen Erlebnisse berichteten, hinterließ einen tiefen Eindruck auf die Zehntklässler:
So schreibt Leon: „Ich war sehr erschüttert nach der Erzählung der Zeitzeugen. Außerdem habe ich großen Respekt vor ihnen, da sie über diese für sie schwere Zeit gesprochen haben und man somit als Schüler auch wirklich nachempfinden konnte, wie diese Zeit war. Es hat sich sehr realistisch angefühlt.“ Oder Mercedes: „Sehr beeindruckt hat mich, dass dieses Schicksal des Mannes, das für unsere Generation eigentlich schon so weit zurückliegt, mir so nahe ging. Viele Eltern und Großeltern reden nicht über ihr Erleben in dieser Zeit. Es ist die echte, traumatische Geschichte eines Zeitzeugen, die auch als Aufruf dient, solche Dinge nie wieder zuzulassen.“ Und Fritz: „Schön zu hören, dass sich Familien nach diesen schweren Erlebnissen wieder finden und versöhnen können.“
Einstimmiges Resümee: „Die Zeit von 90 Minuten war viel zu kurz.“ und „Wir wünschen uns weitere derartige Veranstaltungen.“

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 04. Dezember 2017 11:32

Autor und Zeitzeuge

Autor und Zeitzeuge

Sowohl als Kinderbuchautor wie auch als Zeitzeuge für DDR-Geschichte war am 8.9.2017 Lutz Rathenow zum nunmehr vierten Male in Werdau.

Zunächst las er vor Fünft- und Sechstklässlern Kurzgeschichten aus seinen Kinderbüchern.

Anschließend stellte er sich in der Aula in seiner Funktion als Landesbeauftragter für Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR angehenden Abiturienten vor. Anhand eines Interviews, das Herr Heidrich, ein Mitarbeiter der Behörde, mit dem in der DDR verbotenen Autor führte, wurde das gesellschaftliche Leben der DDR ebenso deutlich wie der Alltag, der durch viele kleine Episoden veranschaulicht wurde. Anschließende Fragen der Jugendlichen beschäftigten sich mit Methoden der Verfolgung damals ebenso wie mit geheimdienstlichen Tätigkeiten heute.  

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 22. September 2017 07:00

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