Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9/1, 9/2 und 9/3 des Gymnasiums Alexander-von-Humboldt Werdau verbrachten in der letzten Schulwoche eine herrliche Zeit auf den Gewässern der Kleinen Mecklenburgischen Seenplatte nahe Wesenberg und zwar in Kanus, sogenannten Kanadiern, die mit Stechpaddeln und reiner Muskelkraft angetrieben werden.

49 Schüler und 7 Betreuer bewältigten ca. 55 Kilometer Fahrtstrecke auf Seen und Kanälen rund um das Pfadfindercamp am Zethener See bei Diemitz bei einer dreitägigen Kanutour, die mittlerweile Tradition und eines der sportlichen Highlights unserer Schule ist. Die Wassersportler unseres Gymnasiums waren mit 16 Kanus unterwegs und meisterten problemlos etlichen Herausforderungen an den Paddeltagen.

Bereits am ersten Tag stiegen unsere Neuntklässler zum Paddel-ABC in die Kanus  und waren sogleich am Ausprobieren: gleicher Paddeltakt, Steuerbewegungen und ausgewogene Teamleistung. Schon dies war bei Temperaturen an die 40 Grad eine willkommene Abwechslung und wurde im Anschluss durch die ausgiebige Nutzung der Badestelle am Camp gekrönt. Auch der erste Paddeltag, der mit einer Regenunterbrechung an der Fleether Mühle zunächst kurz stoppte, verlief richtig gut – obwohl warmer Sommerregen uns noch ein bisschen begleitete. Der guten Stimmung in den Booten tat dies keinen Abbruch.

Auf der ca 25 km langen zweiten Tour am nächsten Tag hieß es durchhalten und mit Ausdauer paddeln. Ein Highlight war wie in jedem Jahr das Durchpaddeln der naturgeschützten Schwanenhavel mit mannshohem Schilf, kniffligen Engstellen und zugewachsenen Passagen, wo auch schon mal Limbo angesagt war. Noch vor der Mittagspause überrumpelten uns die Kanuten des Clara-Wieck-Gymnasiums aus Zwickau, die uns auf der Strecke entgegen kamen und dieses Mal ziemlich unfair in der eigentlich sonst legendären Wasserschlacht kämpften. Was in den vergangenen Jahren ein Riesenspaß war, endete diesmal mit einigen absichtlich gekenterten Kanus und auch blauen Flecken. Aber unsere Chance auf Revanche sollte noch kommen. Da dieses so nicht geplante Event einen ziemlichen Zeitverlust im Tagesplan nach sich zog, hieß es nach einer Pause beim Fischer in Ahrensberg Kräfte sammeln und bis zum Ziel durchpaddeln. Zum absoluten Erstaunen der betreuenden Lehrer Frau Kießling, Frau Winkelmann, Herrn Höhne und Herrn Splitthof zogen unsere Neuner mit Biss durch! So erreichten wir das Ahoi-Camp in Canow und hatten Zeit zum Relaxen, Baden, Klönen und Quatschen – einfach herrlich.

Die Teamleistung, die Stimmung und gegenseitige Hilfe war in diesem Jahr sehr lobenswert. Auf unserer dritten Tagestour zurück zum Pfadfindercamp am Zethener See hatte der Gott der Gerechtigkeit ein Einsehen: am Rastplatz trafen wir erneut auf die Zwickauer, die sich zur Abfahrt bereit machten und an einer Engstelle an uns vorbei mussten: logisch, dass man Paddel auch so richtig zum Einweichen von Zwickauer Kanubesatzungen verwenden kann, was unter großem Gejohle auch geschah! Einen versöhnlicher Abschluss mit strahlendem Sonnenschein nach einem kurzen Regenguss bildete unser Grillabend.

Mit tollen Eindrücken und Stolz auf die eigene Ausdauerleistung macht der Ferienbeginn nun so richtig Laune - und vielleicht Lust auf eine nächste Paddeltour. Teamwork und Entspannung beim Paddeln durch die herrliche Landschaft und einfach nur eine schöne, unvergessliche Zeit, ob abends beim Ausspannen auf den Zeltplätzen,  ob tagsüber im Dreierkanadier, die so manch einem Lust auf mehr Kanusport gemacht haben dürfte.

Unser Dank geht an alle Betreuer, die auch dieses Kanulager ermöglicht haben: Marcus Kunze (Gepäcktransport), die Eltern Mario Friedrich, André Schiller und Petra Rudert, die uns begleitet haben sowie natürlich an die Lehrer und Lehrerinnen, die sich wieder einmal in dieses Abenteuer gestürzt haben. Für die Unterstützung unseres Kanulagers bedanken wir uns außerdem beim Busunternehmen Hühn, der FAB e.V. Crimmitschau, der Picto GmbH Hirschfeld und allen Partnern, die seit vielen Jahren das Kanulager mit ermöglichen.

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