…das Wort hing in der Luft, nachdem die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9/2 eine Dokumentation über zwei Drogenabhängige gesehen hatten. Vielleicht schafft es René, noch einmal clean zu werden. Mit gerade erst 33 Jahren kann er schon auf eine lange Zeit mit Drogen zurückschauen. Seit der 6. Klasse ist er nicht davon losgekommen und einziges Tagesziel ist es, mit dem Sammeln von Schrott genug Geld für den nächsten Schuss zu bekommen, um den Schmerzen zu entfliehen.
„Hoffentlich passiert mir das nicht“, formuliert ein Schüler und genau dafür ist der Präventionstag im Haus der Suchtprävention (FAB) Crimmitschau gedacht. An unterschiedlichen Stationen konnten sich die Schüler und Schülerinnen mit dem Thema Sucht auseinandersetzen sowie positionieren. Dabei standen Informationen zu legalen und illegalen Drogen im Vordergrund und welche Auswirkungen deren Gebrauch für den Körper, aber auch das Leben und das Miteinander hat. In Gruppen und unter Anleitung der Mitarbeiter des FAB wurde das Wissen interaktiv vermittelt und bot somit Gelegenheit zur eigenen Reflexion.
Um ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, hat die Klasse bei dieser außerschulischen Veranstaltung vieles erfahren und einen Begegnungspunkt bei Problemen sowie Ansprechpartner kennengelernt. Alle waren engagiert dabei und in Gesprächen auf dem Rückweg wurde klar, dass keiner an den Punkt kommen möchte, wie René – der erste Schritt der Prävention ist getan. Nachbereitend erfolgte der Austausch im Klassenraum, der durchweg eine positive Resonanz der Klasse zeigte. So findet dieser Drogenparcour auch für die anderen beiden 9. Klassen statt.
Zusätzlich gibt es am 03.06.26 einen Elternabend bei uns am Gymnasium, bei dem Herr Tomesch, mobiler Drogenberater des FAB, die Eltern für diese Problematik sensibilisieren möchte.
geschrieben von M. Baumgarten (Schulsozialarbeit) & J. Großmann (FL Ethik)









